Koeln-Natanz.de

 

انجمن کلن- نطنز

 

   

 

 

 

Home

Vereinsziele

Kontakte

Projekte

Archiv

Über uns

 

 

 

 

 

 

  

Aktvitäten

 

■ Ein Temperaturanstieg von 2,2 Grad in Natanz in den letzten 10 Jahren

 

"Die Lufttemperatur ist in den letzten 10 Jahren im Monat Juli dieses Jahres durchschnittlich um 2,2 Grad gestiegen", sagte der Experte der Meteorologischen Abteilung von Natanz.

In einem Interview mit der Region ISNA - Isfahan in Natanz sagte Hamid Reza Islami: Der durchschnittliche Temperaturanstieg von 10 Jahren im Juli in Natanz in diesem Jahr hat sich im Vergleich zu den 10 Jahren auf lange Sicht um 2,2 Grad erhöht.

Er fügte hinzu, dass der Anstieg um 2,2 Prozent auch im August dieses Jahres zwischen 0,5 und 1 kontinuierlich war

Celsius wird wärmer sein als der Durchschnitt der letzten 10 Jahre, was darauf hindeutet,

Die Fortsetzung des Augustes wird auch warm sein.

"Dieser Temperaturanstieg sowohl in minimalen als auch in maximalen Mengen", sagte ein meteorologischer Experte von Natanz.

Vorkommen und Verursacht in den Städten Natanz und Badrood und anderen Regionen Durchschnittstemperatur zwischen 2 und mehr als 3

Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt.

Er sagte, dass das warme Wetter bis Ende August anhielt, aber allmählich niedrigere Temperaturen und kühlere Temperaturen sah.

Es wird kühl und die Hitze nimmt allmählich ab.

Islami merkte an: Luftwärme, bedingt durch die Verstärkung des Höhenmittelpunktes der Querschichten

Mit der Stärkung des saisonalen Tiefdruckzentrums auf der Erdoberfläche nimmt die Atmosphärenmitte deutlich zu

Beachten Sie die Temperaturen, die in den Städten Natanz, Badrood und Tarigh River sowie in den meisten Gegenden über den langfristigen Normalwert hinausgehen

Die Stadt und Provinz wurden im Juli 98.

 

Simultane Übersetzung aus Google

 

 

 

Köln-Natanz e.V.

 

Umweltpionierin aus dem Iran setzt Maßstäbe!

 

 

 

 

 

 

Köln-Natanz e.V.

■ Schöne  Norouz-Feiern 2019

 

Sehr ruhig und harmonisch feierten die Menschen das Neujahrs- und Frühlingsfest Nourouz am Haus am See. 13 Tage nach dem Frühlingsbeginn, dem Sisdehbedar, kamen dort etwa 200 Menschen zusammen. Polizei und Ordnungsamt waren  stark  präsent und sorgten für Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit.

Das war auch nötig angesichts der Ereignisse im Vorjahr.

 

Wir erinnern uns noch: 5000 Menschen hatten sich am Haus am See eingefunden. Die Parksituation und Toilettenversorgung waren katastrophal. Zudem kam es zu Auseinandersetzungen und einem Polizeieinsatz nach einem Schusswaffengebrauch.

 

Der Verein Köln-Natanz hatte sich danach intensiv bei der Stadt, der Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker  und der Oberbürgermeisterin Henriette Reker dafür eingesetzt, dass die Stadt Köln sich mit der Situation auseinandersetzt und geeignete Maßnahmen ergreift. Offenbar hat sich  unser Drängen gelohnt.

 

 

Von Iranische Gemeinde in Deutschland e.V

Grabstätte Mohammadali Djamalzadeh besteht fort

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Seit November 2017 ist es über zwanzig Jahre her, dass Mohammadali Djamalzadeh, einer der wichtigsten Pioniere der Modernität und der Vater der modernen persischen Prosaliteratur im Iran (*1892-†1997), von uns gegangen ist. Entsprechend hätte sein Grab auf dem Genfer Friedhof Petit-Lancy nach den in vielen europäischen Ländern geltenden Bestattungsregeln zur weiteren Verwendungen freigegeben werden können. Der Vorstand der Iranischen Gemeinde in Deutschland, der sich im Laufe der vergangenen Jahre durch die Einberufung einer Arbeitsgruppe mit verstorbenen iranischstämmigen Prominenten und deren Grabstätten im Exil beschäftigt hatte, hat sich über den Freigabetermin der Grabstätte Djamalzadehs in Genf informiert und seit Beginn des Jahres 2017 versucht, die erforderlichen Informationen und Daten mit dem Ziel, den Fortbestand des Garbes weiterhin gewährleisten zu können, gesammelt. In einem Brief an die zuständige Verwaltung hat der IGD-Vorstand das Interesse einer Großzahl der iranischstämmigen Mitbürger in Deutschland aber auch allen kulturbewussten Menschen in Deutschland und der Schweiz an dem Fortbestand des Grabes als Kulturerbe bekanntgegeben und gleichzeitig darum gebeten, den Vorstand über alle Entscheidungen und Änderungen bezüglich der genannten Grabstätte rechtzeitig zu informieren.

 

Nach den persönlichen Kontaktaufnahmen der IGD-Vertreter mit den zuständigen Behörden wurde zuerst die Tochter Djamalzadehs, Frau Monireh Fatelson, die ebenso in der Mitte des Jahres 2017 verstarb, als rechtliche Erbin von ihm benannt. Nach ihrem Tod wurde ihre Tochter, die Enkelin von Djamalzadeh, Madam Nora Rolland Piegue als alleinige Erbin Djamalzadehs vorgestellt. Während der Gespräche mit den IGD-Vertretern hat Madame Nora ihre persönliche Liebe und große Sympathie zu ihrem Großvater zum Ausdruck gebracht und sichergestellt, dass die Verlängerung des Grabeigentums und der Fortbestand der Grabstätte ihrem eigenen Interesse entspricht und sie die erforderlichen Anträge stellen und alle Kosten auch persönlich übernehmen würde. In einem Brief an Madame Nora schrieb der IGD-Vorstand:

 

„Der Beibehalt wertvoller Erinnerungen für die iranischstämmigen Emigranten außerhalb des Irans stellt einen wichtigen Bestandteil ihrer historischen Identität durch den Fortbestand des Kulturerbes dar. Zugleich ist es als ein wichtiges Instrument zu besserer Bindung und Integration in der hiesigen Gesellschaft anzusehen. Aus diesem Grund hat sich die IGD ständig um den Beibehalt des Kulturerbes im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten bemüht. Die Nachricht, dass Sie beabsichtigen, die Eigentumsfrist der Grabstätten ihrer Großeltern zu verlängern, haben wir mit großer Freude zur Kenntnis genommen und dafür werden Ihnen alle iranischstämmigen Mitbürger und alle kulturinteressierten Menschen zu großem Dank verpflichtet.“

 

Im Schreiben der Genfer Petit-Lancy-Friedhofsverwaltung vom 18.01.2018 ist der IGD die Verlängerung der Grabstätte Djamalzadehs bis zum Jahr 2037 offiziell mitgeteilt worden.

 

Zwischen Mohammadali Djamalzadeh und uns als Iraner bzw. iranischstämmige Mitbürger in Deutschland, insbesondere in der Stadt Berlin, besteht neben der historischen auch eine geographische Verbindung. Sein Leben im Zeitraum von 1915 bis 1931 in Berlin ist sicherlich als eines der kulturell fruchtbarsten Ären in der zeitgenössischen Geschichte der iranischstämmigen Migranten angesehen, indem die Person Djamalzadeh als aktives Mitglied im „persischen Komitee“ bzw. – wie er in seinen Erinnerungen bezeichnet hat, “die Berliner“- sowie ein wichtiger Mitarbeiter in der Zeitschriftredaktion Kaveh, einen ausgezeichneten Beitrag geleistet hat. Seine kulturellen und literarischen Hinterlässe in Berlin werden immer bei den Iranischstämmigen und allen kulturbewussten Menschen mit einer hochwertigen Stelle bewertet. Mohammadali Djamalzadel gilt somit als einen der ersten Vorbilder der iranischen Emigranten in Deutschland.

 

Hier die Adresse seiner Grabstätte für alle Interessenten, die ihn in Genf besuchen möchten:

 

Mohammadali Djamalzadeh

Grab 91 Bereich 22

Administration des cimetières

1 Av du cimetière

1213 Petit-Lancy

Suisse

 

 

Eine Reise, die bewegt

 

Ali Bokai, der Vorsitzende unseres Vereins Köln-Natanz, hat von Mitte Februar bis Anfang April eine Reise in den  Iran unternommen.  Sein Ziel war in erster Linie seine Heimatstadt Natanz in der Provinz Isfahan, um seine Familie, vor allem seine 94-jährige Mutter wiederzusehen. Er nutzte diese Zeit aber auch intensiv, um wichtige Gespräche zu führen und zahlreiche Kontakte zu knüpfen, z.B. in Teheran und Isfahan.

 

Teheran

Dort besuchte er Ende Februar zwei internationale Ausstellungen  zur Umwelt und erneuerbaren Energien. Beim Besuch im deutschen Pavillon hat er u.a. auch  Kontakt mit Claudia Raschke vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgenommen. Dabei  sind Möglichkeiten für eine Unterstützung von kommunalen Projekten im Iran erörtert worden.

 

Ali Bokai erfuhr von dem Geschäftsführer des ökologischen Camps Matinabad Herrn Hadi Ashraf-Vaghefi, dass sich in Natanz eine Gruppe von Persönlichkeiten gebildet hat, die  einen Verein für Nachhaltigkeit in Natanz gründen wollen.

Dazu gehören Hadi Ashraf-Vaghefi,  Professor Dr. Taghi Ebadi von der „University of Technology“ in Teheran, Herr Azam-Vaghefi, Buchautor, Abbas Dehghanyan, Autor, Musiker und Vorsitzender des Vereins für Kunst und Kultur in Natanz, Frau Nasim Vashag, Said Karami und Alireza Alirahimi Umweltschutzaktivisten, Hamid Reza Sharif-Vaghefi vom Forschungsprojekt zur „Verbesserung der Produktivität von Wasser und sanitären Einrichtungen“, Herr Dawod Hassanaliyan, Archäologe in Arisman, und Amir Bahadoor Karami Student an der TU-Teheran.

 

Aktivitäten in Natanz

Natanz liegt südlich der Hauptstadt Teheran und 120 km nördlich der einstigen Hauptstadt Isfahan. Ein großes Ereignis in Natanz war die gut besuchte Veranstaltung „Natanz auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung“ am persischen Neujahrstag Nowrouz, zu der Aktivisten für den Erhalt der Umwelt und Natur in Natanz eingeladen hatten. Dort sprach Ali Bokai  unter großem Beifall der Teilnehmer. Er stellte den Verein „Köln-Natanz“ als „Partnerschaft für Nachhaltigkeit“ vor, berichtete ausführlich über die Entwicklung in Köln  und erläuterte die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals), die 2015 auf dem UN-Gipfel in New York von 192 Staaten verabschiedet wurden.

 

Weitere Aktivitäten in Natanz waren u.a.:

·        Gespräch im Krankenhaus von Natanz  mit dem Chefarzt. Das Krankenhaus hat einen hohen Sanierungsbedarf. Mittlerweile gibt es gute Aussichten auf Verbesserungen.

·        Besuch des alten Mahale Weshwesh Shad mit dem Vorstand des Vereins zum Wiederaufbau des „Hammame Mahale“. Der Verein bemüht sich, aus dem alten Hammam ein Museum für Kunst und Kultur aufzubauen.

·        Überlegungen zur Sanierung des „Ghanat-Systems“. Dies sind Wasserkanäle, die Stadt und Landwirtschaft mit Wasser versorgen. Teile davon sind nicht mehr intakt. Jetzt sollen ca. fünf Kilometer unterirdische Kanäle renoviert werden. Die Kosten liegen bei ca. 10.000 €.

·        Besuch bei der Familie Kermani in Isfahan, deren Sohn Navid Kermani zu den herausragenden Schriftstellern und Intellektuellen in Deutschland gehört.

·        Treffen im Büro und Buchladen vom „Verein der Kinder aus Natanz“ mit dem Geschäftsführer Rashidi Djazani.

Natur erleben

Was wäre eine Reise in die Heimat, ohne die wunderbare Natur in der Region zu erleben! Natanz liegt als eine grüne Oase am Rande der Daste Kavire (Lut-Wüste) und des Karkas-Gebirges. Ali Bokai hat beispielsweise die Gelegenheit genutzt, den Bergsteigerverein Shahin-Natanz zu treffen, der 120 Mitglieder hat. Er konnte in einer Gruppe von 60 Frauen und Männern um 6 Uhr morgens den Berg Könbade Baaz besteigen.

 

 

■ Bilder von Köln (Herber Bretz)

 

 

 

 

 

 

 

 

Sachbericht

■ Iranischer Dokumentarfilm: Matricide mit anschließender Podiumsdiskusssion

24. Oktober 2017 19.30 Uhr

Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt

Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln

Nach mehrmonatiger Planung und Werbung kam es am 24. Oktober zur angesetzten Veranstaltung. Offiziell veranstaltet von Allerweltskino e.V., gefördert mit Mitteln der Heinrich-Böll-Stiftung und unterstützt von der Volkshochschule Köln, präsentierte sie sich als Kooperation zwischen KölnAgenda, dem Verein Städtepartnerschaft Köln-Natanz, dem Iranischen Filmfestival Köln und dem Green Film Festival Teheran.

Zielsetzung war es, ein interessiertes Publikum durch den Film genauer über die Wassersituation in Iran zu informieren, im nachfolgenden Gespräch mit Initiativen bekannt zu machen, und auch Akteure im Bereich Wasser und Nachhaltigkeit untereinander zu vernetzen.

Bei einer Bestuhlung von 150 erschienen mehr 120 BesucherInnen unterschiedlicher Herkünfte, Generationen und Berufsgruppen: IranerInnen, Deutsche aber auch arabischstämmige ZuschauerInnen.

 

Filmvorführung „Matricide“: Inhalt

Nach einer kurzen allgemeinen Begrüßung lief Komeil Sohanis Film „Matricide“ („Madarkoshi“), Gewinnerfilm des Green Film Festival Teheran 2016. Er belegte an unterschiedlichen Schauplätzen im Iran mit beeindruckenden Bildern, erschreckenden Statistiken und zahlreichen Expertenaussagen eine Jahrzehnte zurückreichende Wasser-Misswirtschaft, die schon unter dem Schah begann. Besonderes Augenmerk legte Sohani auf den ausufernden Bau von Staudämmen, die ein vielfaches der tatsächlich vorhandenen Wasservorräte zurückhalten sollen. Riesige, in der Landschaft klaffende Löcher, die aufgrund eines sinkenden Wasserspiegels entstehen, die austrocknenden Marschen des Hamoun-Schwemmlandes im Grenzgebiet zu Afghanistan oder der zur Wüstenlandschaft umgewandelte Urmiasee - zweitgrößter Salinensee der Erde – in der nordwestlichen Provinz Azerbaidschan boten besonders drastische Bilder des Wassermissbrauchs.

Als Ursachen wurde eine konsequente Fehlplanung benannt, beispielsweise durch Ansiedlung wasserintensiver Industriezweige in traditionell landwirtschaftlich genutzten Gebieten mit begrenzten Wasserressourcen. „Matricide“ zeigte auch Projektpläne, ganze Flüsse und Bäche durch Tunnel hindurch in wasserarme Regionen umzuleiten; eingespielte Fernsehwerbung für diese Grabungsgroßprojekte offenbarten ein überkommenes Moderne-Verständnis, in dem die Natur als Gegner erscheint, der durch menschliche Technologie bezwungen werden muss.

 

Podiumsdiskussion

Nach diesem visuell beeindruckenden Film begann die Diskussion; Podiumsteilnehmende waren:

Dr. Sudeh Dehnavi, die an der TH Köln als Lehrende für Wasser- und Landwirtschaft tätig ist, und von dort aus internationales Projektmanagement betreibt.

Dr. Uta Schmitz als Gründungsmitglied der KölnAgenda 1998, die sich dem Gedanken der 1992 in Rio verfassten Agenda 21 verpflichtet sieht, Handlungsanweisungen für die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert zu formulieren und umzusetzen.

Prof. Dr. Ahad Rahmanzadeh als Geschäftsführer der Bonner Forschungsgruppe Transformation und Entwicklungspolitik (BFTE), Universität Bonn; Prof. a.D. für Entwicklungspolitik und Wirtschaftssoziologie sowie Mitglied der International Eco-Energy Academy, Baku (Aserbaidschan). Er beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen im Iran und engagiert sich als Pensionär für die Rettung des Urmiasees. 

Rahmanzadeh wies darauf hin, dass die im Film gezeigten Probleme keineswegs überraschend aufträten, sondern bereits seit Jahrzehnten bekannt seien, teilweise vorhergesagt wurden, aber lange Zeit auf wenig Gehör einer technologieorientierten Administration stießen.

Dr. Sudeh Dehnavi präsentierte kurz ihre Dissertation, für die sie in der Region Darab nahe Shiraz 365 EinwohnerInnen zu Folgen und Einstellungen einer überintensiven Wassernutzung befragte.  Aufgrund einer jahrelangen Fehlnutzung habe diese Region einen „Point of no return“ überschritten, so dass eine Rückkehr zu einer traditionellen, ressourcenschonenden Wirtschaftsform nicht mehr möglich sei, bzw. die angewachsene Bevölkerung gar nicht mehr ernähren könne, so dass diese nur die Möglichkeit der Abwanderung sähe; diese könne nicht mehr verhindert, sondern müsse planerisch gesteuert werden, um eine weitere Konzentration von BinnenmigrantInnen in den urbanen Ballungsräumen zu vermeiden (diese würde zu weiterer Ressourcenbelastung führen).

Frau Dr. Schmitz plädierte im Namen des Eine-Welt-Gedankens für ein zugleich regionales und auch international vernetztes Engagement, und rief zu mehr Aktionen und Austausch auf. Sie verwies auf die Städtepartnerschaft Köln-Natanz mit gegenseitigen Besuchen und gemeinsam geplanten Projekten, als nur ein Beispiel fruchtbarer internationaler Kooperation.

Wie wichtig umfassende Information und die genaue Kenntnis komplexer Sachverhalte ist, verdeutlichte ein weiteres  Statement Rahmanzadehs zum Urmiasee: zu den zahlreichen Ursachen des Austrocknens zähle auch eine riesige Brücke, die den See wie ein Damm durchziehe, unvorhergesehene Auswirkungen auf Strömungsverhältnisse, Biosphäre und Mikroklima habe und zum „Zerbrechen“ des Sees in zwei Hälften geführt habe - Doch ebendie im Film gezeigten Experten und Staudammkritiker hätten den Bau dieser Brücke und vergleichbarer Projekte unkritisch befürwortet. 

Um von vornherein eine ganzheitliche Perspektive zu fördern, nannte Rahmanzadeh einen Katalog von wünschenswerten Maßnahmen, zu denen neben technischen Forderungen auch ein neues Verständnis von zivilgesellschaftlicher Bildung und Eigenverantwortung zähle.

 

Ergänzung und Resümee

Positiv war zu vermerken, dass das Bewusstsein der Zivilgesellschaft für die Umweltproblematik gestiegen ist; überhaupt wäre das Zustandekommen einer solch kritischen Umweltdokumentation noch vor wenigen Jahren riskant bis unmöglich gewesen. 

Die Politik reagiert auf regionaler Ebene -  dabei entspricht der stockenden Umsetzung politischer Maßnahmen im gesellschaftlichen und privaten Bereich ein Mangel an persönlicher Konsequenz und individuellem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt.  

Zur Lösung der Wasserproblematik im Iran gibt es keine Patentlösung. Bei einer geschädigten, durch Bevölkerungswachstum belasteten Aquasphäre ist ein „Zurück zur Natur“ nicht einfach zu bewerkstelligen, häufig auch nicht mehr ausreichend und muss daher im Verein mit neuen auf Nachhaltigkeit ausgerichteten technologischen Möglichkeiten gedacht werden. Hier ist der Beitrag eines jungen Wissenschaftlers im anschließenden Publikumsgespräch zu erwähnen, der einer pauschalen Technologiekritik die Entwicklung, Erforschung und Erprobung neuer ressourcenschonender landwirtschaftlicher Techniken entgegenhielt.

Aus Zeitmangel konnte auf dem Podium nicht mehr der wichtige Umstand zur Sprache kommen, dass sich der Iran nicht ausschließlich durch eigenes Verschulden in die gegenwärtige Lage geraten ist, sondern durch die wirtschaftliche Isolierung und die jahrelangen Sanktionen dazu gezwungen war, Mittel der Selbstversorgung zu ergreifen, die oftmals umweltschädigende Auswirkungen hatten.  

 

Ausblick

Im Anschluss gab es zahlreiche positive Rückmeldungen durch ZuschauerInnen; dabei wurde mehrfach der Wunsch geäußert, im Iranischen Filmfestival und in einzelnen Veranstaltungen am Umweltschwerpunkt festzuhalten. Hier bleibt festzuhalten, dass künftige ähnliche Runden zeitlich früher anzusetzen wären, außerdem würde ein Catering im Anschluss oder in einer Pause auch die gewünschte Interaktion und Vernetzung erheblich erleichtern. Vor diesem Hintergrund ist die Wahl der ansonsten sehr ansprechenden Lokalität des VHS Forum wegen der hohen Verpflegungskosten noch einmal zu überdenken.

 

Köln, den 15.11.2017

Amin Farzanefar

Natanz, eine Stadt mit großem Potenzial!

Im Rahmen der Agenda 21 ist es möglich eine Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung in Bewegung zu setzen.

■ Presseerklärung: Partnerschaft mit einer Stadt im Iran angestrebt

Am Freitag den 7. Oktober 2016 wurde im Forum für Fotografie der Verein „Köln-Natanz, Partnerschaft für Nachhaltigkeit“ gegründet. Zweck des Vereins ist eine Partnerschaft zwischen Köln und der Stadt Natanz im Iran, die nachhaltige Entwicklung der Stadt Natanz zu fördern.

Als Vorsitzender wurde Ali Bokai gewählt, seine Stellvertreterin wurde Dr. Uta Schmitz, Kassierer Hassan Farrokhshad, Schriftführer Dr. Herbert Bretz. Weitere Vorstandsmitglieder sind Dr. Ludwig Arentz, Dr. Farag Farzanefar, Dr. Hossein Djawadi, und  Renate von dem Knesebeck. Frau Helga Farzanefar wurde als Kassenprüfer geweählt.

Natanz liegt 300 km südlich der Hauptstadt Teheran und 120 km nördlich der einstigen Hauptstadt Isfahan. Sie liegt als eine grüne Oase am Rande der Dashte Kavire (Lut Wüste) und des Zagros-Karkas-Gebirges. Die alte Kulturstadt Natanz hat eine 6000 jährige Geschichte. Das Brunnensystem „Ghanat“ ist 3000 Jahre alt. Von den vermuteten 400 Brunnen sind heute noch Ca.150 intakt. Diese sind die Hauptquellen der landwirtschaftlichen Bewässerung und der städtischen Wasserversorgung für ca. 50 000 Einwohner.

Seit den 1970er Jahren sind unsachgemäß über 1000 Brunnen gebohrt worden. Dadurch wird der Grundwasserspiegel gesenkt, was natürlich auch Auswirkungen auf das Ghanatsystem hat. Trotz dieser unverantwortlichen, überwiegend unerlaubten Brunnenbohrungen herrscht zum Teil Wassermangel. Dies führt u.a. zur Veränderung der Bevölkerungsstruktur der Stadt - viele Menschen wandern aus -- und zu veränderter landwirtschaftlicher Nutzung wegen Austrocknung der Ackerflächen.

Im Mai 2014 ist eine iranisch-deutsche Expertengruppe von Umweltschutz-interessierten aus Köln und Bonn in den Iran gereist und hat unter anderem auf Einladung der Stadt Natanz an einer Konferenz- und Ausstellungsreihe zum Thema Umweltschutz, Heilpflanzen etc. teilgenommen. Die Gruppe nahm auch Kontakte zu den dortigen Umweltschutzaktivsten, NGOs, Vertretern des Stadtrates und dem Bürgermeister von Natanz auf. Die o. g. Expertengruppe hat Interesse, mit Köln Agenda e. V., der Stadt Köln und dem Stadtrat von Natanz, NGOs und gegebenenfalls der Universität Isfahan Projekte zu Umweltschutz und Klimawandel zu entwickeln und erste Schritte zur Umsetzung einzuleiten.

Die Nachhaltigkeitspartnerschaft soll u.a. folgende Themenbereiche umfassen:

Umweltschutz und Klimawandel (Wasser, Energie, regionale Klimaprobleme, Schadstoffe, Gesundheit)

Bildung und Wissenschaft

Dialog, Kulturaustausch und Völkerverständigung

Nachhaltige Stadtentwicklung und Tourismus

Nachhaltige Landwirtschaft

 

 

News

■ 13.10.2017- Natanz Holländische  Radlern in Natanz

Am Freitag 13 Okt. ist eine Gruppe der Radfahrer aus den Niederlanden in Natanz angetroffen. Die Radfahrer waren als Gast bei den Umweltaktivisten.

 

Die holländische Radfahrer  und die Umweltaktivisten

 

■ 22.09.2017- Natanz Radlern

Verein der Radfahrer in Natanz organisiert für jeden letzten Freitag im Monat das Radfahren solidarisch mit Radlern in der ganzen Welt um co2 Emissionen zu verringern.

--------------------------------------------------------------------------------------------------

■ „Matricide

Filmvorführung

mit Podiumsdiskussion

24. Oktober 2017

19.30 Uhr

VHS-Forum

Rautenstrauch-Joest-Museum

Cäcilienstraße 29

50667 Köln

 

Matricide

Dokumentarfilm Iran 2016, Regie: Komeil Somani

Eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen belegen die Gefährdung der Wasserressourcen im Iran und die fortschreitende Desertifikation in einigen Teilen des Landes. Besonders alarmierend  sind die Bilder  des riesigen, vom Austrockenen bedrohten Urmiasees im Nordwesten des Iran. Mit historischem Filmmaterial benennt  der Film verschiedene Ursachen für die gegenwärtige Misere – zeigt aber auch Handlungsmöglichkeiten auf.

Matricide ist einer der gewinnerfilme  des „Teheran Green Festivals 2016“.

Der Verein Köln-Natanz e.V. setzt sich für eine Partnerschaft für Nachhaltigkeit mit der Stadt Natanz ein. Natanz liegt südlich von Teheran und 120 km nördlich der alten Hauptstadt Isfahan.

 

Veranstalter:

Köln-Natanz e.V.

Partnerschaft für Nachhaltigkeit

und

KölnAgenda e.V.

Melchiorstr. 3

50670 Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adresse:

Köln-Natanz e.V. c/o Köln-Agenda e. V.

Melchiorstr. 3

50670 Köln

e-Mail:

info@koeln-natanz.de

 

Bankverbindung:  

Köln-Natanz Partnerschaft für Nachhaltigkeit e.V.

IBAN: DE55 3705 0299 0000 4742 38

BIC: COKSDE33XXX